03.11.2019 - LKM Rennen 19 + 20

"Ein Jahr ist immer so schnell vorbei und es ist als ob wir letzte Woche erst hier waren zum Saisonauftakt", mit diesen Worten eröffnete Rennleiter Mike Wilhelmi das Fahrerbriefing in Singen. Das Finale der LKM Saison 2019 stand an und 2 Rennen vor Schluss mit offenen Titelentscheidungen in allen Bereichen. Während die Führenden der Meisterschaft vor allem den LKM Titel bereits im ersten Rennen des Tages fixieren konnten, war klar das die Entscheidung um die Indoor Trophy erst im letzten Rennen fallen würde, vor allem im PRO Rennen, wo 3 Fahrer noch die Chance auf den Sieg hatten, Ronald Lörincz und Fabian Siegmann sogar absolut Punktgleich ins Rennen gingen.

AM KLASSE

Rennen 1

In der Qualifikation zeigte Gastfahrer Zlatko Eded dass er in Singen schnelle Zeiten fahren kann. Eded startete bereits bei Saisonauftakt, damals noch im Mittelfeld und bewies eine Steile Lernkurve. Gefolgt wurde er von den 3 Fahrern die um die Meisterschaften fuhren angefolgt durch den Führenden der Indoor Trophy Wertung, David Eusterholz. Torsten Trunz sicherte sich Position 3 und tat das was nötig war um den LKM Titel 2019 zu sichern, er blieb in Schlagdistanz zu Eusterholz.
Und so ging es auch ins Rennen. Sofort fuhren Eded und Eusterholz konstant und ganz leicht davon. Dahinter Trunz und Hupka. Als dann die Boxengasse öffnete kamen Eusterholz und Eded beide früh zum ersten Stopp und beide überfuhren die Linie. Mit einem ungültigen Stopp nahmen sich beide aus dem Rennen um den Sieg und Torsten Trunz, der noch nichts von seinem Glück ahnte fuhr in Richtung LKM Titel 2019. Dahinter entbrannte ein enger Zweikampf zwischen dem von Position 6 gestarteten Rudolf Lampert und Arthur Hupka. Während Trunz sich langsam absetzen konnte, kamen diese beiden immer dichter zusammen und es war klar dass der zweite Boxenstopp die Entscheidung bringen würde. Soweit lief das Rennen nun weiter ohne weitere besondere Vorkommnisse als plötzlich ein Aufschrei durch die Menge ging, die Zeit auf der Anzeige war rund 04:30 min vor Rennende stehen geblieben, die Fahrer wurden auf der Zeitschleife nicht mehr erfasst. Sofort stürmten die Mitarbeiter der Kartbahn Singen an den Computer welcher den Dienst verweigerte. Rennleiter Wilhelmi ließ das Rennen erst einmal weiterlaufen. Noch während heftigst in der Box diskutiert wurde kamen die letzten verbliebenen Fahrer zum zweiten Boxenstopp rein. Das Klassement auf der Strecke war also wieder bereinigt, ein wichtiger Punkt in der folgenden Entscheidung von Rennleiter Mike Wilhelmi. Um der Kartbahn Alemannenring mehr Zeit zu verschaffen neutralisierte Wilhelmi das Rennen und leitete eine Gelbphase ein. Die Fahrer wurden dazu angehalten langsam weiter zu fahren. Während Wilhelmi den Fahrern auf den inzwischen ganz schwarzen Zeitenmonitor zeigte um diese zu informieren teilte man von Seiten der Kartbahn Alemannenring mit, dass man zwar ein Foto des letzten Standes habe, aber das Rennen nicht mehr wieder aufnehmen könnte ohne einen kompletten Neustart. Da inzwischen die 25 Minuten Grenze auch ohne Zeitnahme erreicht wurde brach Rennleiter Wilhelmi das Rennen mit der roten Flagge ab, holte die Fahrer zusammen in die Box und man einigte sich drauf, den letzten Stand zu werten, da auch alle Stopps durch waren und keinem Fahrer ein Nachteil entstand, außerdem waren 80% der Renndistanz unter normalen Umständen bereits gefahren. Somit konnte sich Torsten Trunz über den Rennsieg, aber auch den LKM Meistertitel 2019 freuen. David Eusterholz wurde nach seiner Boxenstrafe noch vierter wordurch er die Entscheidung um die Indoor Trophy noch einmal spannend machte, war Trunz nun bis auf 7 Punkte an ihn rangekommen und hatte plötzlich die Chance diese aus eigener Kraft mit einem Sieg und Bonuspunkten zu gewinnen.

Rennen 2

Auch in der zweiten Qualifikation war es Zlatko Eded der den Ton angab, wenn auch nur knapp. So lagen die Top 4 Fahrer alle innerhalb von 0,079 Sekunden. Darunter auf P2 und P3 David Eusterholz und Torsten Trunz die die Indoortrophy nun unter sich auf der Strecke ausfechten sollten. Vom Start weg machte Eusterholz Druck auf Eded und konnte ihn letztendlich auch überholen. Eded der als Gastfahrer nicht in die Entscheidung eingreifen wollte ging kurz darauf direkt in die Box und machte den Weg für Trunz frei, welcher sich bemühte die entstandene Lücke zu Eusterholz wieder zuzufahren. Als zu Rennhalbzeit Eded das Kart abstellte war klar, dass der Weg um den Sieg über Eusterholz oder Trunz führen sollte, welcher die Lücke geschlossen hatte. Spannung kam noch einmal durch den Überrundungsverkehr hinzu, welchen Trunz nutzte um sich plötzlich in eine Angriffsposition zu bringen. Doch, die karrierte Flagge erlöste Eusterholz und sicherte ihm die Indoor Trophy. Trunz wurde meiner halben Sekunde Rückstand zweiter, P3 ging an Arthur Hupka.

Tageswertung

Torsten Trunz beendet die fast perfekte Saison mit dem Tagessieg. Er nahm 2019 den LKM Titel sowie die Outdoor Trophy mit. David Eusterholz blieb Indoor unantastbar und sicherte sich Position 2 sowie die Indoor Trophy. Rudolf Lampert, der sich selbst am wenigsten auf der Liste hatte als Outdoofahrer konnte sich über Position 3 freuen.

Samer Al-Kass sicherte sich alle 3 Trophäen im Rookie Cup auch mit dem Glück dass Arndt Seemann, der vor dem Finale in Singen die Indoor Trophy anführte, am Finale leider nicht teilnehmen konnte und somit zusehen musste wie die Tophy fast kampflos an Al-Kass ging, dessen Leistung wir über das Jahr keinesfalls schmälern möchten.

 

PRO KLASSE

Rennen 1

Ähnlich wie in den AM Rennen stand auch in der PRO Klasse noch eine Entscheidung aus. Ronald Lörincz konnte im ersten Rennen des Tages mit einer Position vor Fabian Siegmann den LKM Titel 2019 perfekt machen. In der Indoor Trophy sah es da noch weitaus spannender aus, lagen Lörincz und Siegmann hier punktgleich und auf Vorjahres Champion Tim Lampert hatte noch Titelchancen mit Siegen in beiden ausstehenden Rennen. In der Qualifikation holte auch gerade jener Tim Lampert das Maximum heraus und begann das Pflichtprogramm. Mit dem Wimpernschlag von gerade einmal 0,003 Sekunden Vorsprung holte er sich die Pole Position vor Ronald Lörincz und Richard Stanford.
Und so ging es in das Rennen. Schnell war klar, Ronald Lörincz wollte den Rennsieg. Sobald die Strecke durch Boxenstopps bedingt frei war nutzte er die freie Strecke für eine schnelle Runde nach der anderen. Doch auch dahinter fuhren Richard Stanford und Fabian Siegmann schnelle Runden. Ausgerechnet Tim Lampert konnte den Speed der Qualifikation nicht mehr so auf den Boden bringen und verlor Zeit. Nach bereinigten Boxenstopps zeigte sich eine verdrehte Reihenfolge die die Taktiker begünstigte. Ronald Lörincz führte nun mit einer Lücke vor Fabian Siegmann, Richard Stanford und Tim Lampert. Das sollte sich auch bis zur Zieldurchfahrt nicht mehr ändern und Lörincz mache den dritten Titel fest. In der Indoor Trophy verabschiedete sich Tim Lampert aus dem Kampf um den Pokal, Fabian Siegmann betrieb Schadensbegrenzung mit Postion 2 musste aber in kauf nehmen, dass er in der Qualifikation leer ausging.

Rennen 2

In der Qualifikation zu Rennen 2 war dann schnell klar: Aufgeben gibt es nicht. Wann immer Lörincz eine neue Bestzeit fuhr, legte Siegmann nach. Dennoch gelang es ihm nicht Lörincz zu überholen. Am Ende nahm Lörincz somit die letzte Pole des Jahres mit vor Siegmann und Lampert.
Das Rennen sollte dann auch durch diesen Dreikampf bestimmt werden. Mit den Unterschiedlichsten Taktiken gingen die 3 führenden Fahrer in das Rennen. So fand sich Ronald Lörincz plötzlich hinter Fabian Siegmann auf der Strecke wieder mit 2 Boxenstopps Unterschied. Als am Ende Siegmann in die Box kam bereinigte sich das Ganze wieder. Doch was war mit Tim Lampert? Der nutzte nach dem ersten Stopp die freie Fahrt für schnelle Runden und schien sich einen Vorteil zu erarbeiten. Er war der letzte Stopper des Führungstrios. Lampert beschleunigte in der Boxengasse währende sich Lörincz und Siegmann in die Zielgerade einbogen. Er schaffte es nicht ganz nach vorne, konnte sich aber gerade so hauchdünn zwischen Lörincz und Siegmann behaupten. Am Ende konnte Lörincz nicht mehr abgefangen werden, er beendet die perfekte Saison mit einem fast perfekten Rennergebnis.

Tageswertung

Mit Siegen in beiden Rennen ging der Tagessieg natürlich an Lörincz. Er beendet die Saison nahezu perfekt und mit fast maximaler Punkteausbeute. Doch viel wichtiger für ihn wohl an diesem Tag, schaffte er es als erster Fahrer der LKM sich das Tripple zu sichern, LKM Champion 2019, sowie Sieg der Indoor- und Outdoor Trophy. Platz 2 und 3 gingen nur knapp unterschiedlich aus an Fabian Siegmann und Tim Lampert, die sich auch in der Meisterschaft auf den gleichen Endpositionen platzierten.

 

 

  

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