29.09.2019 - LKM Rennen 15 + 16

Nach der langen Sommerpause ging es noch einmal Outdoor auf die Strecke zum großen Finale. Wie schon im vergangenen Jahr sollte das Finale der LKM etwas besonderes werden. Gefahren wurde somit in Steißlingen auf der extra langen Streckenversion inkl. Kreisbahn, welche auch noch bewässert wurde. Somit mussten die Fahrer mit wechselnden Bedingungen kämpfen. Hinzu kam dass das Finale am Abend stattfand und somit in die Dämmerung hinein.

AM KLASSE

Rennen 1

Mit Sicherheit hätte es die AM Klasse verdient gehabt als "Main Event" den Tag abzuschließen, standen hier noch die Titelentscheidungen aus. Torsten Trunz und Arthur Hupka reisten mit gerade einmal 2 Punkten Differenz an die Strecke an. Gerade mal eine Konstellation hätte als frühestmöglichen Gewinn der Outdoortrophy noch vor dem letzten Rennen gesichert, in allen anderen Fällen ging die Entscheidung bis zum letzten Meter der Outdoorsaison. Doch auch im Rookie Cup ging es noch um den Gewinn der ersten begehrten Trophäe, allerdings mit etwas anderen Vorzeichen. Hier musste Samer Al-Kass lediglich im ersten Rennen vor Fabio Martorana landen um die Trophy zu sichern.
In der Qualifikation hatten die Fahrer erst einmal mit der nassen Kreisbahn zu kämpfen. Bei Rundenzeiten knapp unter einer Minute und gemischten, noch unbekannten Bedingungen war klar, dass die 5 Minuten Qualifikation sehr knapp bemessen sind. Eine Gelbphase kurz vor Ende erschwerte das Ganze noch einmal und ausgerechnet einer der Leidtragenden der Verfolger Arthur Hupka. Die Pole sicherte sich Torsten Trunz vor einem starken Martin Bäder und Bastian Kindle. Hupka musste sich erst einmal mit Position 6 zufrieden geben.
Im Rennen freute sich Trunz erst einmal über freie Fahrt und zog langsam Runde um Runde davon. Hupka bließ zum Angriff und kämpfte sich durchs Feld. Ein Undercutversuch bei den Boxenstopps brachte nicht den gewünschten Erfolg, da Hupka so in den Verkehr geriet an dem er sich erneut vorbeikämpfen musste. Er kämpfte wie ein Löwe musste sich dann aber am Ende noch Bastian Kindle geschlagen geben und kam mit knappen Abstand hinter diesem auf Position 3 ins Ziel. Torsten Trunz sorgte mit einem klaren Sieg im ersten Rennen dass der Gewinn der Outdoor Trophy nur über ihn führt. Er gewann mit einem deutlichen Abstand von 10 Sekunden vor dem Rest. 
In der ROK Cup Wertung knockte sich Fabio Martorana selbst aus dem Kampf um die Outdoor Trophy. Ausgerechnet im entscheidenden Rennen überfuhr er die Boxenlinie am Eingang und kassierte die erste Stop & Go Strafe des Jahres. Allerdings fuhr auch Samer Al-Kass in Topform und bereits im Rennen vor Martorana, weshalb es schwierig geworden wäre. Der ROK Cup war somit nach dem ersten Rennen entschieden zu Gunsten von Al-Kass.

Rennen 2

In Rennen 2 wollte Rudolf Lampert den Fehler aus Rennen 1 noch ausmerzen, wo er sich beim Aufwärmen der Reifen im Nassen drehte. In der Qualifikation verwies er die Konkurrenz auf die Plätze hinter sich und sicherte sich die Pole vor dem erneut starken Torsten Trunz und Bastian Kindle. Arthur Hupka hatte diesmal zwar kein Pech mit gelben Flaggen, haderte aber mit dem Kart und musste sich erneut mit Position 6 zufrieden geben. Die Konstellation ließ die Outdoor Trophy erstmal in weite ferne rücken.
Im Rennen konnte Rudolf Lampert, stets verfolgt von Trunz seine Runden an der Spitze drehen. Trunz folgte Lampert zwar, konnte sich aber nie in Angriffsposition bringen, hatte aber mit dem Wissen um die Positionen von Hupka auch keinen Zwang zu viel zu riskieren. Bastian Kindle fuhr ein einsames Rennen auf Position 3. Der Spitze konnte er nicht folgen, von hinten drohte aber auch keine Gefahr, erst gegen Rennende kam Hupka, der sich nach vorne gekämpft hatte etwas näher. Doch es sollte nicht sein. Mit Position 2 machte Trunz die Outdoor Trophy zu seiner eigenen.

Tageswertung

Der Tagessieg ging mit Position 1 und 2 natürlich an den Sieger der Outdoor Trophy, Torsten Trunz, der auch in der Gesamtwertung einen Schritt nach vorne machte. Platz 2 sicherte sich, dank der Bonuspunkte und trotz Drehers in der Einführungsrunde zu Rennen 1 Rudolf Lampert. Bastian Kindle konnte sich diesmal über Position 3 freuen und nach dem Chaos in Teningen um die Ergebnisse auch über einen Pokal den er behalten durfte.

In der ROK-Cup Wertung konnte sich Samer Al-Kass über Tagessieg und Outdoor Trophy freuen.

 

PRO KLASSE

Rennen 1

Nach den AM Rennen standen noch die Rennen der PRO Klasse aus, bei einsetzender Dämmerung ging es in die Qualifikation. Die Pole konnte sich nach Urloffen erneut Fabian Siegmann sichern vor Ronald Lörincz, dem die Outdoor Trophy bereits sicher war. Position 3 ging an Gastfahrer Marco Lauer, der dank der eigenen Meisterschaft von GOKart-Bodensee auf deren Strecke natürlich bestens vorbereitet war.
Das Rennen startete gleich mal mit einem Rennunfall. Anders als erwartet noch vor dem nassen Streckenbereich. Leidtragende waren hier u.a. Frank Martin und Adrian Fricker die fortan dem Feld hinterherfahren mussten. Nach mehrfachen Diskussionen über Funk mit der Rennleitung wurde auf Rennunfall entschieden. Vorne an der Spitze fuhren Siegmann und Lörincz in einer eigenen Liga und stetig im Abstand von maximal einer Sekunde. Marco Lauer konnte den beiden nicht folgen, sich aber seinerseits über ein einsames Rennen freuen da auch von hinten kein Angriff drohte. Anders als Tim Lampert der sich ordentlich gegen Max Martin in der Verfolgerrolle auf den Positionen 4 und 5 wehren musste. Am Ende konnte Siegmann den Sieg mit besagter Sekunde Vorsprung für sich entscheiden und fuhr unter Flutlicht und fast kompletter Dunkelheit als erster über die Linie.

Rennen 2

Nach einer kurzen Pause war es komplett dunkel. Doch nicht nur das sollte für Spannung sorgen, auch der Himmel öffnete die Pforten und wollte die Strecke offenbar noch weiter wässern. Zwar regnete es nicht stark, aber für die Fahrer spürbar. Durch das Abkühlen der Temperaturen zog sich inzwischen die Nasse Fläche von der Kreisbahn fast bis hoch auf Start / Ziel. Inzwischen zu einem gewissen Running Gag geworden, sicherte sich Fabian Siegmann auch in der zweiten Quali erstmals die volle Ausbeute an Bonuspunkte. Bisher war er immer der Fahrer der vor allem über Taktik und Konstanz in den Rennen auch von weiter hinten auf das Podium fuhr. Nur um 0,077 sec geschlagen auf Position 2 erneut Ronald Lörincz. Position 3 schnappte sich mit Wut im Bauch aus Rennen 1 Adrian Fricker.
Im Rennen erneut in einer eigenen Liga unterwegs die beiden Führenden Siegmann und Lörincz. Und wahrscheinlich könnte man über diese beiden allein noch einmal einen kompletten Bericht an dieser Stelle schreiben, denn das was an der Spitze geboten wurde war Motorsport vom feinsten. Siegmann musste sich diesmal einem heftigst angreifenden, aber stets fairen Lörincz erwehren. Immer wieder fuhr Lörincz dicht auf, bremste sich rein, doch immer wieder konterte Siegmann. Dann Lörincz mit dem Undercutversuch in der Box, Siegmann mit unmittelbarem Konter eine Runde später. An der Boxenausfahrt wurde es eng blieb aber unverändert. Auch nach dem zweiten Stopp fuhren die beiden dicht hintereinander weiter, wissend dass man den Kampf nun auf der Strecke austragen muss. Und das taten beide. Immer wieder wurde über mehrere Kurven nebeneinander gefahren. Mal tauchte Siegmann bei Start / Ziel als erster auf, mal Lörincz. Die Zuschauer fingen an gespannt dem Funk zu der Rennleitung zu lauschen, da die Position sich im nicht sichtbaren Bereich immer wieder änderten. Am Ende konnte sich Lörincz dann doch irgendwie vorbeidrücken und das Rennen mit hauchdünnem Vorsprung für sich entscheiden. Platz 3 ging erneut an Marco Lauer.

Tageswertung

 

In der Tageswertung ging der Sieg dank Bonuspunkten an Fabian Siegmann von Ronald Lörincz. Platz 3 sicherte sich Gaststarter Marco Lauer, der sich von der LKM angetan zeigte und wohl auch 2020 mit dabei sein wird.
Die Outdoor Trophy stand bereits vor dem Rennen fest. Zum ersten Mal im vierten Anlauf konnte sich Lörincz diese sichern.

 

 

 

 

 

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