19.05.2019 - LKM Rennen 9 + 10

Die Rennen 9 und 10 standen unter der Rückkehr nach Teningen wo man nach einem Jahr Pause wieder Rennen austrägt. Auf beiden Seiten freute man sich auf das Rennen und das sollte wie gewohnt auch Action und tolle Zweikämpfe bieten. Hinzu kam zumindest noch zu Beginn der Veranstaltung eine weitere Komponente: Das Wetter. Ebenfalls erstmalig in dieser Saison konnte das komplette Feld mit beiden Klassen gemeinsam in einem großen Starterfeld starten.

Rennen 1

Die erste Qualifikation startete noch unter feuchten Bedingungen oder zumindest einer gewissen Restfeuchte. Ein Vorteil für alle Fahrer die die Strecke und ihre Eigenheiten durch das Gummi der Rennkarts auf der Ideallinie kannten. Und so war es quasi der Fahrer der Teningen am ehesten als Heimrennen bezeichnen konnte. Silvio Böhm dominierte das Feld in der Qualifikation nach Belieben und sicherte sich die Pole mit 0,7 Sekunden Vorsprung vor Robert Maier und Tim Lampert. Pech für den Meisterschaftsführenden Ronald Lörincz, der etwas mehr mit dem Kart zu kämpfen hatte. Ihm sollte es am Ende nur zu einem  8. Startplatz reichen. Bester Fahrer der AM Klasse war Torsten Trunz auf Position 4 gefolgt von Arndt Seemann und dem aktuell größten Konkurrenten im Meisterschaftskampf Arthur Hupka.
Im Rennen zeigte sich schnell die klassische Gruppenbildung in Teningen wo Winschattenduelle auf der Tagesordnung stehen. Lediglich einer war davon unbeeindruckt, Silvio Böhm der nach vorne davon zog. Tim Lampert machte schnell kurzen Prozess mit Robert Maier. Er witterte seine Chance gute Punkte auf Ronald Lörincz gut zu machen, der weiter hintem im Feld in Zweikämpfe verwickelt war. Arthur Hupka bestrafte sich selbst im Rennen als er in der dritten Runde zum ersten Boxenstopp kam, obwohl diese noch nicht geöffnet war. Hupkas Stopp war somit ungültig und musste wiederholt werden. Ebenfalls auf dem Vormarsch Torsten Trunz der noch nichts von dem Pech Hupkas wusste. Er zog eine schnelle Runde nach der anderen und konnte sogar die PRO Fahrer ärgern. Ärgern durfte sich vor allem auch Silvio Böhm der seinen sicheren Sieg in der Boxengasse durch das Überfahren der Boxenlinie wegwarf und zur Strafe noch einmal erscheinen musste.
Am Ende sicherte sich Tim Lampert den Sieg vor AM Fahrer Trunz. Frank Martin auf Position 3 zog den Meisterschaftsführenden und vor allem mit dem Kart kämpfenden Lörincz auf Position 4 liegend über die Ziellinie. Silvio Böhm der lange als sicherer Sieger aussah musste sich mit Platz 5 begnügen. Die besten Positionen in der AM Klasse hinter Trunz gelangen Samer Al-Kass mit Gesamtrang 6 und Fabio Martorana auf Position 10.

Rennen 2

Im groben änderte auch die zweite Qualifikation nicht das komplette Feld, was insgesamt für die Karts sprach. In der ersten Hälfte des Feldes waren weitestgehend die gleichen Namen wie in Rennen 1 zu finden. Auf die Pole schaffte es der Sieger aus Rennen 1, Tim Lampert. Verfolgt wurde er vom Meisterschaftsführenden Ronald Lörincz. Platz 3 und somit die AM-Pole ging an Arthur Hupka, der nach dem Patzer in Rennen 1 noch eine Rechnung offen hatte. Die restlichen Top 3 der AM Fahrer hießen Bastian Kindle auf Gesamtrang 5 und ein erneut stark fahrender Fabio Martorana auf Position 7. Der dritte Platz der PRO Wertung ging an den neuen Mann der Bestädigkeit diese Saison, Frank Martin auf Position 4.
Schon zum Start der Einführungsrunde stellte einer fest, dass er in diesem Rennen vor allem einen Kampf mit der Kupplung des Kartes haben würde. Tim Lampert lag zwar auf der Pole und das Kart war schnell wenn es einmal rollte, bis dahin jedoch fehlte es. So schob ihn Ronald Lörincz auch in die Aufwärmrunde an, das Feld setzte sich in Bewegung. Einmal im Rollen konnte Lampert auch die Position halten, Lörincz hielt sich jedoch auch sportlich fair ersteinmal zurück und nutzte die Situation nicht direkt aus was zeigt wie groß der Respekt zwischen den beiden Kontrahenten ist. Die nicht ganz so gute Zeit in der Qualifikation merzte Silvio Böhm direkt aus und zog noch in Kurve 1 am größten Teil des Feldes vorbei. Kurz vor Öffnung der Boxengasse in Runde 3 zeigte sich dann ein Bild mit diversen Kampfgruppen. Vorneweg Tim Lampert mit Lörincz im Windschatten, mit etwas Abstand dahinter das gleiche Bild mit Frank Martin und Silvio Böhm. Noch einmal mit etwas Abstand eine muntere Kampfgruppe der AM Fahrer bestehend aus Arthur Hupka und dem ebenfalls nach vorne gefahrnenen Torsten Trunz. Richtig rund ging es im Mittelfeld wo sich eine fünfer Gruppe bildete und fast Runde um Runde in neuer Reihenfolge auf der Zielgeraden erschien. Vorneweg fuhr Lörincz abwartend und wissend das Lampert bei beiden Boxenstopps wohl Zeit verlieren würde aufgrund des Kupplungsproblems. Beide heizten sich aber zur Höchstleistungen an vergrößerten Konstant die Lücke zu den Verfolgern, was Lampert am Ende entgegen kommen sollte. Entsprechend lange wartete dieser mit seinem ersten Stopp, ebenso auch Lörincz für den in der Verfolgerposition ein Undercut keinen Sinn machte, da er genau in der Kampfgruppe dahinter gelandet wäre. Als Lampert in die Box abbog nutzte Lörincz die freie Fahrt für 2 schnelle Runden und kam zu seinem Stopp. Schnell zeigte sich dass Lampert durch das Kupplungsproblem bedingt keine Chance hat. War zwischen beiden Fahrern plötzlich eine größere Lücke. Dahinter stoppten Martin und Böhm jeweils im Abstand von einer Runde, beide endeten jeweils wieder in gleicher Reihenfolge hintereinander auf der Strecke. Torsten Trunz gelang es noch an Arthur Hupka vorbeizuschlüpfen. Nach Ablauf der Zeit zur karrierten Flagge kam es noch zu einer kuriosen Szene. Lörincz der als Sieger des Rennens abgewunken wurde setzte direkt noch zur Überrundung von Samer Al-Kass an der dachte dass ihm die karrierte Flagge galt, Lörincz versuchte ihn darauf hin noch aufmerksam zu machen was ihm nicht gelang. An der Rennposition von Al-Kass änderte das nichts, lediglich der Abstand wurde auf eine Runde erhöht. Am Ende konnte sich Tim Lampert mit Position 2 hinter Lörincz noch sehr glücklich schätzen. Position 3 ging an Frank Martin der seinerseits Silvio Böhm das komplette Rennen im Nacken hatte aber jeden Angriff verhindern konnte. In der AM Wertung konnte sich Torsten Trunz mit Gesamtrang 5 den Sieg sichern mit hauchdünnen 0,2sec Vorsprung auf Verfolger Arthur Hupka. Bastian Kindle sicherte sich mit Gesamtrang 8 den dritten Platz der AM Klasse.

Tageswertung

In der PRO Wertung konnte sich Tim Lampert mit einem Sieg und einem zweiten Platz über den Tagessieg freuen und knabberte immerhin 5 Punkte des Vorsprungs von Lörincz in der Meisterschaft ab. Eine größere Ausbeute wurde hier leider vom Kart in Rennen 2 verwehrt. Ronald Lörincz sicherte sich Position 2 und konnte damit sehr gut leben, nach dem er bei den letzten Auftritten in Teningen meistens vom Pech verfolgt wurde. Position 3 ging and Frank Martin, der damit zum dritten Mal in Folge eine Podiumsplatzierung schaffte.
In der AM Wertung bestanden mit Siegen in beiden Rennen keine Zweifel am Rennsieger Torsten Trunz. Arthur Hupka der sich Platz 2 sicherte gab nach dem Rennen noch zu Protokoll, dass er wenigstens einen Grand Slam Sieg, also den Tagessieg mit 2 Rennsiegen, 2 Pole Positions und 2 schnellsten Runden vereiteln konnte. Platz 3 ging einen Rookie. Fabio Martorana der 2019 seine erste Kart Saison überhaupt bestreitet durfte sich über die Trophäe freuen.

 

 

 

ROK-Cup

Es ist in jeder Saison meist so, dass man als Rennleiter schnell einen Pechvogel der Saison im Kopf hat dem man endlich einmal mehr Glück wünscht. Im ROK-Cup geht dieser Wunsch mit Sicherheit an Martin Bäder der sich in beiden Rennen mit stumpfen Waffen herumschlagen musste. Ein Pech dass leider zum Leihkartsport gehört. Dass er zu besserem fähig ist hatte er bereits in Steißlingen bewiesen. Ebenfalls nicht rund lief es für den Führenden des ROK-Cups Arndt Seemann, der sich mit dem vorletzten Platz zufrieden geben musste. Der Sieger war schnell gefunden, stand er in der AM Wertung noch auf Platz 3, durfte er bei der Siegerehrung des ROK-Cups ganz nach oben. Fabio Martorana gelang der Sieg vor Samer Al-Kass und Marcel Ender.
Spannender als im ROK-Cup geht es aktuell in keiner anderen Meisterschaft zu. Arndt Seemann teilt sich aktuell die Spitzenposition Punktgleich mit Samer Al-Kass.

Weiter geht es am 09.06.2019 in Urloffen wo die LKM zum ersten Mal gastiert.

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